Wenn die Blase schmerzt und Sie ständig zur Toilette müssen, fragen Sie sich vielleicht, was Sie jetzt essen und trinken sollten. Hier finden Sie einfache, praktische Antworten für die nächsten Tage, und vorab das Wichtigste: was Essen und Trinken nicht können.
Kurz gesagt: Wenn Sie eine Blasenentzündung vermuten, rufen Sie Ihre Hausarztpraxis an oder fragen Sie in der Apotheke, denn möglicherweise ist ein Antibiotikum nötig, und Essen oder Trinken kann eine Infektion nicht beseitigen. Bis dahin: Trinken Sie über den Tag verteilt stilles Wasser in kleinen Schlucken, essen Sie weiche, milde Speisen und lassen Sie Kaffee, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Zitrusfrüchte und scharfe Gerichte für ein paar Tage weg.
Zuerst: Bei Verdacht auf eine Infektion zum Arzt oder in die Apotheke
Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, trüber oder streng riechender Urin und ein dumpfer Schmerz im Unterbauch sind die typischen Zeichen einer Harnwegsinfektion. Ob es wirklich eine ist, können nur Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder die Apotheke einschätzen, und Gewissheit bringt ein Urintest. Ist es eine Infektion, kann ein Antibiotikum nötig sein. Kein Lebensmittel, kein Getränk und kein Nahrungsergänzungsmittel kann es ersetzen.
Holen Sie sich bitte umgehend Hilfe, nicht erst in ein paar Tagen, wenn eines davon auf Sie zutrifft:
- Blut im Urin
- Schmerzen im Rücken oder in der Seite
- Fieber oder Schüttelfrost
- Beschwerden, die länger als ein, zwei Tage anhalten oder immer wiederkommen
- eine Schwangerschaft, Nierenprobleme oder Diabetes
Sie sind nicht sicher, ob es eine Infektion ist oder etwas anderes? Unser Ratgeber erklärt, wie Sie eine Harnwegsinfektion von anderen Beschwerden unterscheiden. Alles Weitere auf dieser Seite soll Ihnen die Tage angenehmer machen, während Sie auf Rat warten oder sich erholen. Den ärztlichen Rat ersetzt es nicht.
Was Sie trinken können
Die Grundlage ist stilles Wasser. Wenn das Wasserlassen wehtut, ist die Versuchung groß, weniger zu trinken. Doch stark konzentrierter Urin brennt oft mehr. Viele kleine Schlucke sind meist angenehmer als wenige große Gläser.

- Über den Tag verteilen. Stellen Sie sich ein Glas oder eine Flasche in Reichweite und trinken Sie immer wieder ein paar Schlucke. Für die meisten Erwachsenen sind das etwa sechs bis acht Gläser Flüssigkeit am Tag, bei Hitze etwas mehr.
- Auf die Farbe achten. Hellgelber, strohfarbener Urin ist ein gutes Zeichen, dass Sie genug trinken.
- Kein besonderes Wasser nötig. Leitungswasser ist völlig in Ordnung. Keine Wassersorte und keine Marke tut der Blase mehr Gutes als eine andere.
- Kein Getränk spült eine Infektion aus. Wasser verdünnt den Urin, und viele empfinden das Brennen dann als schwächer. Das ist eine Frage des Wohlbefindens, keine Behandlung.
- Sanfte Ergänzung. Manche vertragen auch einen schwachen Kräutertee, etwa Kamillentee.
- Abends etwas weniger. Wer in den ein, zwei Stunden vor dem Schlafengehen weniger trinkt, muss nachts seltener aufstehen.
Hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen geraten, weniger zu trinken, etwa wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung, dann halten Sie sich bitte daran. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag darüber, wie viel Wasser der Blase wirklich guttut.
Sanfte Speisen für ein paar Tage
Eine besondere Diät bei Blasenentzündung gibt es nicht. Die meisten merken einfach, dass weiche, milde und säurearme Speisen besser bekommen, solange die Blase gereizt ist. Diese Lebensmittel werden am häufigsten genannt:
- Obst: Birnen, reife Bananen, Melone, Heidelbeeren, Aprikosen.
- Gemüse: Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Erbsen, Brokkoli, Spinat.
- Getreide: Reis, Haferflocken, Brot und Nudeln.
- Eiweiß: Hähnchen, Pute, Fisch und Eier, ohne scharfe Gewürze zubereitet.
- Milchprodukte: Milch und milder Käse, wenn Sie beides vertragen.
Melone dürfen Sie also essen. Ein Teller Haferbrei, eine einfache Ofenkartoffel oder Hähnchen mit Reis reicht völlig. Essen Sie, worauf Sie Appetit haben, und setzen Sie sich nicht unter Druck, alles richtig zu machen. Wer sich unnötig stark einschränkt, hält das kaum durch, und nötig ist es auch nicht.
Was viele für ein paar Tage weglassen
Bei manchen Speisen und Getränken berichten viele, dass sich die gereizte Blase danach schlechter anfühlt. Nicht alle reagieren darauf, und ungesund ist nichts davon. Viele lassen diese Dinge einfach weg, bis sich die Blase wieder beruhigt hat:

- Kaffee, starker Tee, Energydrinks und manche Colagetränke
- Alkohol, vor allem Bier und Wein
- kohlensäurehaltige Getränke, bei manchen auch Mineralwasser mit Kohlensäure
- Orangen, Zitronen, Grapefruit, Ananas und ihre Säfte
- Tomaten und Tomatensoßen
- Chili und stark gewürzte Gerichte
- Süßstoffe
- Schokolade, vor allem dunkle
Bier steht aus zwei Gründen auf der Liste: Es enthält Alkohol und Kohlensäure. Wenn Sie auf Ihren Kaffee nicht verzichten möchten, ist eine kleinere Tasse oder eine Sorte mit weniger Koffein ein guter Mittelweg. Unser Beitrag über Speisen und Getränke, die die Blase reizen können, nennt einfache Alternativen.
Cranberrysaft ist ein Sonderfall. Viele greifen danach, aber er ist sauer, und viele empfinden ihn bei gereizter Blase als unangenehm. Ein Mittel gegen eine Infektion ist er auch nicht, wie wir in unserem Beitrag über verbreitete Irrtümer zu Harnwegsinfektionen erklären.
Wärme, Ruhe und die Zeit danach
Was Ihnen guttut, ist genauso wichtig wie der Speiseplan. Eine Wärmflasche mit Bezug oder ein Kirschkernkissen auf dem Unterbauch empfinden viele seit jeher als wohltuend, wenn die Blase schmerzt. Legen Sie immer ein Tuch dazwischen, damit es sich warm und nicht heiß anfühlt, und schlafen Sie nicht mit der Wärmflasche auf der Haut ein. Ruhen Sie sich aus, so gut es geht, gehen Sie ein Stück spazieren, wenn Ihnen danach ist, und tragen Sie lockere, luftige Kleidung. Ein paar Minuten ruhiges Atmen, bei dem Sie Schultern und Bauch locker lassen, statt sie anzuspannen, macht es vielen etwas leichter.
Wenn es Ihnen besser geht, können Sie die anderen Lebensmittel nach und nach wieder einführen. Probieren Sie jeweils eines in normaler Menge und warten Sie ein bis zwei Tage, bevor Sie das nächste dazunehmen. Ein kurzes Tagebuch, in dem Sie notieren, was Sie gegessen haben und wie sich Ihre Blase anfühlte, zeigt Ihr persönliches Muster viel zuverlässiger als die Erinnerung.
Wenn die Blase wieder zur Ruhe gekommen ist, nehmen manche Menschen ein Nahrungsergänzungsmittel in ihren Alltag auf. Heather's UTI Defense enthält Heidekraut (Calluna vulgaris) und Super-Strength Aloe Vera, gereinigt und anthrachinonfrei; man nimmt eine Kapsel am Tag. In einer Packung sind 60 vegetarische Kapseln. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel für das alltägliche Wohlbefinden der Harnwege. Es behandelt keine Infektion und ersetzt keinen Arztbesuch. Wenn Sie schwanger sind, stillen oder Medikamente nehmen, lassen Sie sich bitte vorher ärztlich oder in der Apotheke beraten.
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